Fränkische Tapas Vegetarisches

Piroggen aus Manitoba

Im Juli führt uns die kulinarische Weltreise von „Volker mampft“ ins weit von Franken entfernte Kanada. Dort leben nicht nur Indianer, sondern viele Einwanderer, die aus der ganzen Welt hierher zogen, sei es, weil es bei ihnen zu Hause nicht genügend Arbeit und Brot gab, sei es, weil sie lieber ein Abenteuer erleben wollten. Dass sich auch Franken auf die Suche nach einer neuen Heimat machten, merke ich nicht zuletzt daran, dass viele von ihnen hier auf dem Blog lesen und sich über die Rezepte aus ihrer alten Heimat freuen.
Denke ich selbst über kanadisches Essen nach, fallen mir zunächst Lachs und Ahornsirup ein. Doch es gibt noch viel mehr: Schließlich ließen die vielen Einwanderer zwar Land und Leute, doch nicht ihre Kultur und schon gar nicht ihre Eßgewohnheiten zurück. Da sich besonders rund um Manitoba viele Polen und andere Osteuropäer niederließen, haben sie ihre Lieblingsgerichte mitgebracht. Schließlich wollten sie auch in der Ferne nicht darauf verzichten. Und, es passierte, was eben passiert, wenn es Menschen schmeckt: Aus einem ehemals polnischen Nationalgericht wurde ein echt kanadisches Lieblingsessen.
Meine ersten Piroggen aß ich übrigens in Krakau. Wer sie einmal probiert hat, weiß, dass sie nur schwer mit den bei uns üblichen Teigtaschen verglichen werden können. Daher ist es nur logisch, dass aus polnischen Piroggen kanadische Perogies wurden.

Kanadische Piroggen aus Manitoba

Kanadische Piroggen aus Manitoba

Zutaten:
für die Teigtaschen
400 g Mehl
4 Eier
1/2 TL Salz

für die Füllung
300 g Kartoffeln (vorwiegend mehligkochend)
130 g Schichtkäse (eventuell Frischkäse)
1 Zwiebel (klein geschnitten)
Salz, Pfeffer und Muskat

Zubereitung:
Teig:
Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Kuhle machen. Die
Eier dorthinein schlagen und das Salz hinzugeben. Mit einer Gabel die Eier
verrühren und dabei das Mehl langsam einarbeiten. Wenn das Mehl vollständig eingearbeitet ist, den Teig mit der Hand ca. 10 Minuten kneten. Klebt er zu sehr an den Handflächen, lässt es dich mit etwas Mehl abreiben.
Jetzt den Teig in eine Schüssel geben, mit einem Tuch abdecken und fünf Minu
ten ruhen lassen.

Teigfüllung:
In der Zwischenzeit die Pellkartoffeln kochen, schälen und mit einer Gabel oder Kartoffelpresse gut zerdrücken. In einer Pfanne die Zwiebelwürfel anbraten und zusammen mit dem Schichtkäse zu dem Kartoffelbrei geben. Alles gut vermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskat ab
schmecken.

gekochte Kartoffeln mit Zwiebeln und Schichtkäse gut vermengen

Wer es etwas feiner möchte, schlägt noch ein Ei dazu und zwei Esslöffel Butter.
Den Teig nun in zwei gleich große Stücke teilen und einen Teil auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 mm dünn ausrollen. Die Teigtaschen können nun mit einem Glas oder Plätzchenform mit ca. 5 bis 7 cm Durchmesser ausgestochen werden.

Teig mit Glas oder Plätzchenform mit ca. 5 bis 7 cm Durchmesser ausstechen

Nun die Teigfüllung mit einem Teelöffel auf die Teigtaler verteilen.

Kartoffelmasse auf die Teigscheiben verteilen

Die Taler zu Halbkreisen übereinander legen und die Ränder mit einer Gabel fest andrücken.

Teigtaler übereinander lappen und Enden an der runden Seite mit einer Gabel fest andrücken

Fertige Piroggen sofort mit einem Geschirrtuch abdecken, damit sie nicht austrocknen.

Fertige Teigtaschen sofort mit einem Geschirrtuch abdecken

Die Teigtaschen werden nun im sprudelnden Salzwasser gegeben und bei mittlerer Hitze ziehen gelassen, bis sie nach oben steigen. Nach weiteren 3 bis 5 Minuten können sie entnommen werden. Die Piroggen sofort essen, oder abgekühlt mit Zwiebeln in einer Pfanne an
braten. Dazu gibt es Sauerrahm.
Wir haben die Piroggen zusätzlich mit Speck angebraten und einen Blattsalat dazu gereicht.

Rezeptanleitung. Zum Herunterladen bitte anklicken.
Kanadische Piroggen pdf Rezeptanleitung

Kulinarische Weltreise Tema Juli 2019: Kanada

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  2. Hallo Ronald,

    die Piroggen hätte ich natürlich niemals mit Kanada in Verbindung gebracht, dabei ist Deine Erklärung völlig einleuchtend.
    Hast Du zufällig auch Manitoba Mehl genommen?

    Danke für das leckere Rezept

    Gruß Volker

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  7. Wieder etwas dazugelernt…Piroggen und Kanada hätte ich auf Anhieb in Verbindung gebracht. Aber du hast Recht, wenn es Leuten schmeckt…und Piroggen schmecken nun mal richtig gut 😉 .
    Sonnige Grüße
    Tina

  8. Ich liebe Teigtaschen aller Art und bin da völlig offen, von wo sie kommen. Hauptsache ich weiß, wo sie landen: Nämlich gerne auf meinem Teller! Bei deinem Rezept würde ich sehr gerne zugreifen!
    Liebe Grüße
    Simone

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  11. Lieber Ronald,
    das ist ein Rezept ganz nach meinem Geschmack! Das wird hier demnächst auf dem Speiseplan stehen.
    Herzlichst, Conny

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  13. Mit Piroggen geht es mir genauso wie mit Erbsensuppe: Kanada würde mir da nicht gleich als erstes einfallen. Aber das klingt auch sehr lecker.

  14. Herzhafte Teigtaschen sind halt überall auf der Welt beliebt! Lieben Gruß Sylvia

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