Fränkische Tapas Süßes und Mehlspeisen

Pfannenkuchen mit Fürst Pückler Eis

Pfannenkuchen mit Eis

Am 12. eines Monats ruft die Bloggerin, bei der es draußen nur Kännchen gibt, 12 Bilder vom Tag zu posten.

Unser alter Pfirsichbaum gab nun endgültig seinen Geist auf
Damit die Äste des neuen Baumes nicht unter der Pfirsichlast brechen, bekommt er Stützen
Auch die Sonnenblumen bekommen eine Stehhilfe
Schnell noch die Tomaten wässern
Ein Geschenk unseres Kompostes
Die Mitbewohnerin macht ein kurzes Fotoshooting von dem neuen Kleid ihrer Tochter im Garten
Nachmittags besuchen wir die Ausstellung Luxus und Seide im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg

Zu Mittag gab es Pfannenkuchen mit Fürst Pückler Eis, das ich hier vorstelle.

Bekamen wir im August große Ferien, fuhren wir für zwei Wochen in den Urlaub. Unsere Eltern gönnten sich sogar Vollpension, obwohl sie das ganze Jahr dafür sparen mussten. Doch unserer Mutter war es wichtig, dass wir Kinder wenigstens einmal im Jahr aus unserem damals noch recht kleinen Dorf herauskamen – und sie sich wenigstens im Urlaub nicht um unser Essen kümmern musste.

Wir hatten einen VW Käfer – und waren zu siebt: Unsere Eltern und wir fünf Buben. Das war sowohl für uns als auch für das Fahrzeug eine echte Herausforderung. Ein Arbeitkollege unseres Vaters hatte von einem Bauernhof in Österreich geschwärmt: Dort waren Übernachtung und Essen sehr günstig, wir Buben konnten spielen und die Eltern sich erholen.
Der Vater fertigte eigens für diese Reise eine Kofferhalterung an und befestigte sie hinten über der Motorhaube. Dort wurden zwei große Koffer mit Lederriemen aufgeschnallt.
Der jüngste Bruder musste hinter der Rücksitzbank im Kastenfach Platz nehmen, wir vier älteren quetschten uns wie die Sardinen auf dem Rücksitz. Die Reise war zwar 400 Kilometer lang, doch die Aussicht auf Urlaub in Österreich war uns jede Strapaze wert.
Unterwegs rasteten wir. Sahen andere Menschen, wie wir zu siebt aus dem kleinen Käfer krabbelten, waren sie erstaunt und starrten uns mit offenen Mündern an.
Unser Domizil war ein uraltes Bauernhaus. In diesem gab es Doppelfenster, die so geräumig waren, dass wir zwischen den Fensterscheiben sitzen konnten.

Wir fünf Brüder sehend von rechts

Wir Brüder schliefen alle in einem geräumigen Zimmer. Das war acht Meter lang und der Fußboden war an einem Ende einen halben Meter höher als am anderen. Das fanden wir zum Fußballspielen ideal, schließlich rollte der Ball immer wieder alleine zurück.
Die meiste Zeit spielten wir jedoch in der riesigen Scheune. Wollten unsere Eltern einen Ausflug machen, wussten sie genau, wo sie uns suchen mussten. Allerdings waren wir nur mäßig an einem solchen Ausflug interessiert und alles andere als begeistert, wenn wir unseren riesigen Spielplatz verlassen sollten.

Ausflug in Österreich 1973

Gab es allerdings etwas zu essen, waren wir pünktlich. Die Bäuerin kochte sehr gut und es gab riesige Portionen für uns. Da wir gewohnt waren, alles aufzuessen, was auf den Teller kam, mussten wir schon manchmal recht mit den Mengen kämpfen. Da wir nach dem Hauptgericht noch eine Nachspeise bekamen, waren wir jedes Mal richtig vollgefuttert und mussten uns hinlegen.
„Heute kriegt ihr Pfannekuchen mit Fürst-Pückler-Eis“, verkündete eines Tages die Bäuerin. Wir freuten uns riesig, gab es bei uns doch nur selten Eis. Als die Köchin noch verriet, dass wir so viel davon essen könnne, wie wir wollten, fühlten wir uns wie im Schlaraffenland. Trotzdem war nach drei Portionen Schluss: Mehr schafften wir einfach nicht. Den Rest des Nachmittags lagen wir auf unseren Betten und dösten vollgefuttert vor uns hin.

Zurück in Deutschland hätten wir unsere Pfannekuchen auch sehr gerne mit Fürst-Pückler-Eis gegessen. Doch unsere Mutter musste uns diesen Wunsch aus Kostengründen ablehnen.
Allerdings bekam unser Onkel Alfred, der in Würzburg wohnte und gelegentlich zu Besuch kam, davon etwas mit. Da er bei den amerikanischen Besatzern arbeitete, brachte er uns seit dieser Zeit jedes Mal einen Block amerikanisches Fürst-Pückler-Eis mit.
Damit schien uns die Zeit bis zum nächsten Sommerurlaub in Österreich nicht mehr ganz so lang zu sein.

Pfannenkuchen mit Fürst Pückler Eis

Pfannenkuchen mit Eis
Pfannenkuchen mit Fürst Pückler Eis

Zutaten:
250 Gramm Mehl
250 ml Milch
2 Eier
Zucker
Sonnenblumen- oder anderes Öl
Salz

Fürst Pückler Eis

Zubereitung:
Die Milch wird in eine Schüssel gegeben und in dieser das Mehl nach und nach eingerührt. Ein Schneebesen leistet hierbei hilfreiche Dienste. Eier, Salz, Zucker und Öl ebenfalls hinzufügen und wieder gut verrühren. Der Teig darf ein paar Minuten ruhen.
Fett in einer Pfanne heiß werden lassen und Teig in die Mitte gießen. Jetzt die Pfanne schwenken, damit sich der Teig dünn auf die gesamte Fläche verteilt. Sobald der Teig oben fest wird, kann er gewendet werden.

Pfannenkuchenteig dünn in der Pfanne ausbacken

Falls eine Meute hungriger Mäuler rund um den Tisch wartet, hilft es, wenn mit zwei Pfannen gleichzeitig auf dem Herd hantiert wird.
Nun nur noch das Eis auf dem fertig gebackenen Teigfladen verteilen und zusammenrollen.

Fürst Pückler Eis auf den Pfannenkuchen geben und zusammenrollen

Rezeptanleitung. Zum Herunterladen bitte anklicken.
Pfannenkuchen mit Fürst Pückler Eis pdf Rezeptanleitung

Hier gibt es noch weitere Beiträge bei Frau Kännchen.

  1. Welch wundervolle Geschichte!

    Als Mutter von drei Kindern kann ich Deiner Mutter zustimmen: Urlaub ist so richtig, wenn man sich mal nicht selbst ums essen kümmern muß.

    Wir sind früher auch zu siebt verreist. Meine Eltern hatten damals einen kleinen Bus, in dem sie zwei Hängematten aufgehängt hatten. Mein jüngster Buder und ich mußten dann die ganze Fahrt über liegend verbringen. Heute gäbe ich was dafür mit einem Buch in einer dieser Hängematten zu liegen!

    Herzliche Grüße

    Suse

    Bloggerin: http://www.ichlebejetzt.com

    Organisatorin: http://www.denkst.net

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