Fränkische Tapas Wild

Fränkischer Rehrücken mit Semmelknödel

Am 12. eines Monats kommentieren wieder viele Blogger ihren Tag mit 12 Fotos bei der Frau, bei der es draußen nur Kännchen gibt. Ich verbrachte meinen Tag heute fast ausschließlich in der Küche mit der Zubereitung eines Rehrückens, dessen Zubereitung ich mit 12 Bildern (sind leider nur drei etwas geworden) dokumentiere. Da so etwas Leckeres auch unbedingt geteilt werden muss, hatten wir auch Gäste eingeladen.

Fränkischer Rehrücken mit Semmelknödel

Fränkischer Rehrücken mit Semmelknödel

Fleisch war in meiner Kindheit etwas Besonderes und nur eine Beilage, die sparsam von meiner Mutter auf den Tellern verteilt wurde. Eine Ausnahme war jedoch Reh: Das brachte mein Vater als Jäger oft mit nach Hause. Meine Mutter legte das Fleisch dann 4 Tage in einem Essigsud ein und briet es anschließend im Ofen. Dazu gab es immer Kartoffelklöße und Blaukraut. Wenn vom Samstag noch Brötchen übrig waren, machte unsere Mutter ein paar Semmelknödel daraus.
Leider mussten diese auf sieben hungrige Mägen verteilt werden, so dass höchstens ein halber Knödel auf meinen Teller landete, wenn überhaupt.

Immer wenn wir mit unseren Eltern in Oberbayern unsere Verwandtschaft besuchten, aßen wir dort auch gelegentlich in einem Gasthaus zu Mittag.
Als ich einmal Schweinsbraten mit Semmelknödel auf der Speisekarte las, wusste ich sofort, dass ich ihn haben wollte. Meine Mutter wunderte sich, dass ich mir nicht wie meine anderen vier Brüder Schnitzel mit Pommmes bestellte. Aber ich wollte unbedingt einen Semmelknödel.

Als die Kellnerin das Essen brachte, war die Enttäuschung groß, denn in meiner Soße schwamm ein gewöhnlicher Kartoffelkloß.
Ich weigerte mich, diesen zu essen, und wollte statt dessen den erwarteten Semmelknödel.
Schließlich kam die Kellnerin und versicherte mir, dass dies ein Semmelknödel ist. „Und wo sind dann die Semmeln?“, fragte ich. „Die sind darin verarbeitet“, erwiderte sie und ging. Ich war enttäuscht.

Fränkischer Rehrücken mit Semmelknödel

Zutaten:
Rehrücken
Thymianzweige

Fränkischen Rehrücken mit Thymian würzen

Für die Soße:
1 Zwiebel
1 Mohrrübe
1 Stück Sellerie
1 Knoblauchzehe
Rotwein trocken
2 Lorbeerblätter
5 Wacholderbeeren
1 Thymianzweig
1 EL Tomatenmark
Weinessig

Preiselbeeren
Lebkuchengewürz
Salz und Pfeffer

Zubereitung Rehrücken:
Rehrücken von Sehnen und Häuten befreien, salzen und pfeffern und mit Thymianblätter gut bedecken.
Anschließend den Rücken in heißer Butter von allen Seiten kurz anbraten.
Den Rücken in den Ofen auf die zweite Schiene von unten auf das Grillgitter legen und bei 80°C Niedertemperatur ca. 2 Stunden garen.
Soll der Rücken rosig zart sein, empfiehlt es sich ein Bratenthermometer zu verwenden. Der Rücken ist gar, wenn das Fleischinnere eine Temperatur von 65°C erreicht hat.

Zubereitung Soße:
Lauchstange, Mohrrübe, Zwiebel, Knoblauch und Sellerie schälen und in Scheiben bzw. Stücke schneiden. Gemüse in einer Pfanne anbraten und mit 250 ml Rotwein ablöschen, anschließend die Brühe hinzugeben. Jetzt die Wacholderbeeren leicht zerdrücken und zusammen mit dem Lorbeerblätter, dem Thymianzweig, dem Tomatenmark und dem Gemüse eine gute halbe Stunde in einem geschlossenem Topf leicht köcheln lassen. Anschließend die Soße passieren.
Jetzt in die Soße ein Glas Rotwein, den Weinessig, sowie einen Teelöffel Lebkuchengewürz geben und reduzieren lassen, bis sie schön sämig ist. Eventuell mit einer Mehlschwitze andicken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu gibt es Semmelknödel und Rosenkohl.

Semmelknödel

Link für die Zubereitung von Semmelknödel.

Rezeptanleitung. Zum Herunterladen bitte anklicken.
Rehrücken mit Semmelknödel pdf Rezeptanleitung

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