In Nazareth ziehen wir von Kirche zu Kirche, steigen immer weiter nach oben und sind doch irgendwann hungrig. Da kommt uns ein Imbissverkäufer ganz Recht, einer, dessen Geschäft sich kaum von den Dönerbuden in Deutschland unterscheidet und deswegen für uns vertrauenswürdig aussieht.
Es gibt Falafel und Schwarma. Falafel kennen wir, aber was Schwarma ist, wissen wir nicht. Also frage ich, was ein Falafel kosten soll.
15 israelische Schekel, das sind knapp vier Euro, antwortet der Verkäufer. Wir akzeptieren und bestellen.
Bis alles fertig ist, nehmen wir an einem der Tische draußen Platz und gucken zu, wer so alles an uns vorbeiläuft. Eine Gruppe Touristen kommt, der Reiseleiter überholt alle, stoppt sie und fragt mit schwäbischem Akzent, wer Hunger hat. Er schwätzt mit dem Imbissbudenbesitzer und informiert die Reisegruppe, dass sowohl Falafel als auch Schwarma jeweils 20 Schekel kosten.
Wir schauen erstaunt auf, sagen aber nichts.
Weil der Imbissbudenmann von jedem Touri aus der Gruppe fünf Schekel mehr bekommt, müssen wir warten.
Später kriegen wir auch unseren Falafel und der Imbissbudenmann entschuldigt sich wortreich. Macht ja alles nichts, wir sind ja schließlich nicht verhungert. Auf der Theke stehen drei unterschiedliche Soßen: Eine rote, eine gelbe und eine grüne. Da ich kein Hebräisch kann, gieße ich von jeder ein bisschen über den Falafel, beiße hinein – und wow: Das schmeckt lecker!

Falafel in Israel

Zutaten:
200 g getrocknete Kichererbsen
2 kleine Zwiebeln
frische Petersilie
frischer Koriander
4 Knoblauchzehen
1 TL Salz
1/2 TL Chilipulver
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Backpulver
Mehl
neutrales Öl zum Frittieren
Pitabrote
Zum Belegen:
2 Tomaten
1 Paprika
1 kleine Gurke
Rotkohlsalat
Sesampaste
Knoblauchsoße

Rezept:
Die Kichererbsen in einer Schüssel mit ausreichend kaltem Wasser 12 Stunden einweichen. Anschließend in einem Sieb abtropfen lassen.

Eine Zwiebel und die Knoblauchzehen in kleine Würfel schneiden und gemeinsam mit den eingeweichten Kichererbsen mit einem Pürierstab zu einer grobkörnigen Masse verarbeiten.

Jetzt die Petersilie und den Koriander fein hacken und zusammen mit dem Kichererbsenmus vermengen. Backpulver und ca. 4 EL Mehl untermischen bis eine feste Teigmasse entstanden ist, die nicht mehr an den Händen klebt. Eventuell noch Mehl hinzugeben.

Die Falafelmasse abgedeckt einige Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Hände im kalten Wasser befeuchten und aus der Masse kleine walnussgroße Bällchen formen.

In einem kleinen Topf ausreichend Öl erhitzen. Sobald es richtig heiß ist, die Falafel darin goldbraun frittieren und anschließend auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.
Die Pita-Brote am oberen Ende aufschneiden, so dass eine Tasche entsteht.
Mit den Falafeln, den kleingeschnittenen Tomaten, Paprika, Rotkohlsalat, Gurke und Zwiebeln nach belieben Füllen. Mit Sesampaste oder anderen Soßen beträufeln und servieren.

Be Teavon!

Rezeptanleitung. Zum Herunterladen bitte anklicken.
Falafel pdf Rezeptanleitung

  1. Auch Falafel habe ich schon oft gemacht. Ich liebe diese Küche einfach!

    LG Britta

  2. Pingback: Challah-jüdisches Zopfbrot -

  3. Witzig, ich kenne Falafel vor allem aus meiner Zeit in London. Da war es der ideale schnelle Imbiss auf dem Markt und für mich damals noch völlig unbekannt. Muss ich unbedingt auch bald mal wieder machen!
    Liebe Grüße
    Simone

  4. Pingback: Lazania – magentratzerl.de

  5. Falafel muss ich unbedingt auch mal machen deine sieht sehr lecker aus.

    LG Britta

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