
Kloß mit Soß steht auf jeder Speisekarte eines echten fränkischen Wirtshauses. Da die fränkische Küche eigentlich traditionell keine fleischlosen Gerichte kennt, ist es das typische Gericht für Vegetarier. Es wird einfach das Fleisch weggelassen, und der Kloß eben in der Soße serviert.
Schwimmen die Klöße in der Soße, ist das Verhältnis zwischen Kloß und Soß perfekt, schließlich mögen es die Franken nicht trocken. Gab es sonntags Klöße, wurden diese selbstverständlich selbst gemacht. Damals, als es noch keinen Kloßteig zu kaufen gab.
Fleisch gab es früher nur sparsam

Früher war bei vielen Familien das Fleisch eine eher sparsame Beigabe zum Sonntagsessen. Wer auf einen kleinen Nachschlag spitzte, futterte dieses als erstes auf. Vielleicht fand die Mutter ja noch ein Fitzelchen? Doch der Hauptteil des Essens waren die Klöße in der Soße, schließlich sollte niemand hungrig vom Tisch aufstehen. Vielleicht wurde ja Kloß mit Soß deshalb zu einem eigenen fränkischen Gericht, weil eben Fleisch früher ein durchaus teures und damit knappes Nahrungsmittel war.

Kloß mit Soß
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Die 1,7 kg rohen Kartoffeln schälen und in einen Topf mit Wasser geben. Den Essig dazugeben, damit die Kartoffeln nicht grau werden.
- Die 800 g Kartoffeln mit Schale in Salzwasser kochen, bis sie gar sind.
- Die eingelegten rohen Kartoffeln mit einer feinen Reibe reiben und wieder ins Wasser geben.
- Das Wasser des rohen Kartoffelbreis mit einem Tuch fest auspressen. Das ausgepresste Wasser aufheben und warten, bis sich die Stärke darin abgesetzt hat.
- Die abgesetzte Stärke wieder zum ausgepressten rohen Kartoffelbrei geben.
- Die Pellkartoffeln enthäuten und durch eine Kartoffelpresse drücken.
- Rohen und gekochten Kartoffelbrei gut miteinander vermischen.
- Den Brei mit einem Schöpflöffel kochendem Wasser abbrühen und das Salz dazugeben. Nochmals gut verrühren.
- Für die Füllung die Brötchenwürfel in der Butter goldbraun anrösten.
- Hände in kaltes Wasser tauchen, dann aus dem Teig Klöße formen. Jeweils ein paar geröstete Brötchenwürfel in die Mitte geben und den Teig darum verschließen.
- Die Klöße ins kochende Salzwasser geben und ca. 20 Minuten ziehen lassen, dabei den Topf nicht ganz verschließen.
- Sobald die Klöße an die Oberfläche steigen, sind sie gar und können mit einer Schaumkelle abgeschöpft werden.
- Mit heißer Bratensoße vom Vortag servieren.


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FAQ
Was ist Kloß mit Soß?
Kloß mit Soß ist ein fränkisches Nationalgericht aus grünen Klößen (Kartoffelklößen) in kräftiger Bratensoße, traditionell ohne Fleischeinlage und damit eines der wenigen vegetarischen Gerichte der fränkischen Küche.
Warum heißen sie “grüne” Klöße, wenn sie nicht grün sind?
Der Name kommt von der Verwendung roher, geriebener Kartoffeln im Teig (im Gegensatz zu Klößen nur aus gekochten Kartoffeln), nicht von der Farbe.
Woher bekommt man die Soße, wenn kein Braten übrig ist?
Traditionell stammt die Soße vom Braten des Vortags. Ohne Restsoße lässt sich ersatzweise eine kräftige braune Grundsoße aus Röstgemüse und Rinderfond zubereiten.
Welche Kartoffeln eignen sich am besten?
Vorwiegend festkochende Kartoffeln, damit sich der Teig gut formen lässt und die Klöße beim Kochen nicht zerfallen.
Kann man die Klöße vorbereiten?
Ja, der rohe Kloßteig lässt sich einige Stunden im Kühlschrank lagern. Zum Garen sollten die Klöße aber frisch geformt ins kochende Wasser gegeben werden.