Fleisch Fränkische Tapas

Fränkische Schlachtschüssel

Gelegentlich lädt an fränkischen Wirtshäusern ein Schild zum Besuch ein: „Heute Schlachtschüssel!“
Das ist eine Reminiszenz an vergangene Zeiten, als die Menschen ihre ein oder zwei Schweine noch zu Hause im Stall hielten und im Winter schlachteten. Wurde ein Schwein geschlachtet, war das für alle ein Ereignis. Es kamen nicht nur die Verwandten, sondern auch die Nachbarn, selbst dann, wenn sie nicht eingeladen wurden. Sie brachten vorsorglich Töpfe mit und hofften, dass sie vom Schweinchen wenigstens ein bisschen bekamen. Auch wenn nicht jeder Würste bekam, musste niemand mit leeren Händen gehen. Von der Brühe, in der die Würste und der Schweinskopf gesiedet wurden, gab es reichlich.
Die Mischung aus Blut- und Leberwurst, Kesselfleisch, Sauerkraut und Klößen wird Schlachtschüssel genannt.
In Schweinfurt wird beispielsweise alles einfach auf großen Platten in die Mitte der Tische gestellt und jeder nimmt sich mit der Gabel, was er möchte. Wird in Schweinfurt Schlachtschüssel angeboten, muss man sich rechtzeitig anmelden.
Termine für Original Schweinfurter Schlachtschüssel

Schlachten fränkische Metzgereien noch selbst, bieten sie am Schlachttag frische Blut- und Leberwürste, warmes Kesselfleisch, Schweinsöhrchen und Schweinerüssel an.

Fränkische Schlachtschüssel

Fränkische Schlachterplatte
Fränkische Schlachtschüssel

Das gehört zu einer echten fränkischen Schlachtschüssel:
2 Klöße
Sauerkraut
1 Leberwurst
1 Blutwurst
1 Stück Kesselfleisch, meist Bauchfleisch, auch Wellfleisch genannt.

Zutaten:
Blutwurst
Leberwurst
Kesselfleisch
Sauerkraut

Zutaten für Schlachtplatte
Zutaten für die fränkische Schlachtschüssel

Zubereitung:
Sauerkraut vorbereiten, siehe original fränkisches Sauerkraut.
Das Wellfleisch eine Stunde im Sauerkraut mitkochen. Nach einer halben Stunde kommen die Siedewürste hinzu. Sie werden vorher mit einer Gabel mehrmals angestochen, damit sie nicht aufplatzen.

Kesselfleisch, Blut- und Leberwürste im Sauerkraut erwärmen

Zur fränkischen Schlachtschüssel werden Klöße gegessen. Manche essen auch Brot dazu.

Tipp: Mit einem geräucherten Bauch wird das Sauerkraut schmackhafter.

Das Kesselfleisch, wird in manchen Gegenden Frankens auch als Schüpf/Schipf oder Spunt bzw. Spint bezeichnet.
Kesselfleisch besteht aus dem Bauch, sogenanntes Wellfleisch,  das Zwerchfell, sogenanntes Kronfleisch und das Kopffleisch des Schweines. Hier werden die Schnauze, auch Steckdose genannt, und die Ohren gegessen.

Rezeptanleitung. Zum Herunterladen bitte anklicken.
Fränkische Schlachtschüssel pdf Rezeptanleitung

Weitere Informationen zu
Kesselfleisch

Hausschlachtung

Kurzfilm: Hausschlachtung in Ebern – Unterfranken

Kurzfilm: Herstellung von Presskopf, rotem und weißem Presssack

Kurzfilm: über die berühmte Schweinfurter Schlachtschüssel

 

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