Fränkische Tapas

Apfelkräpfla

Apfelkräpfla war eines der Essen, die wir wirklich innig gern verspeisten. Leider kamen sie nur selten auf den Tisch, obwohl die Zutaten dafür nicht teuer waren. Ich vermute, dass es daran lag, dass wir – also wir fünf Jungs – sie in einer solchen Geschwindigkeit verspachtelt haben, dass unsere Mutter mit der Zubereitung nicht hinterherkam.

Jeder der fünf hungrigen Jungs brauchte für ein solches Apfelkräpfla gerade einmal zwei Bissen, dann war es weg. Für uns zusammen mussten da schon ein ganzer Berg Äpfel geschält, geschnitten und in Teig gewälzt werden.

Meistens lagen die Apfelkräpfla in Vanillesoße, gab es Vanilleeis dazu, war für uns gewissermaßen Feiertag. Falls nicht, mischte unsere Mutter Zucker und Zimt und wendete darin die Apfelkräpfle. Das war uns Kindern allerdings ein wenig zu trocken: Wir sind schließlich Franken und lieben Soße. Schwimmt das Essen in der Soße, ist das genau die richtige Menge. Blieben tatsächlich einmal Apfelkräpfla übrig, wurden sie kurzerhand am nächsten Tag verspeist, schließlich schmecken sie auch kalt sehr lecker.

Die Zubereitung der Apfelküchla ist denkbar unkompliziert, nur das Ausbacken selbst erfordert ein wenig Übung: Die Apfelscheiben werden zunächst in den flüssigen Teig getunkt, wieder herausgefischt und gleich in die heiße Pfanne verfrachtet. Mit dem Löffel kommt noch weiterer Teig obendrauf. Erst wenn der Teig oben auf der Apfelscheibe fest geworden ist, wird diese gewendet und von der anderen Seite gebacken.

Zutaten:

4 Äpfel
250 Gramm Mehl
250 ml Milch
2 Eier
Zucker
Sonnenblumen- oder anderes Öl
Salz
Mögliche Beilagen:
Zimt und Zucker, Vanillesoße oder Vanilleeis

Rezept:

Die Milch wird in eine Schüssel gegeben und in dieser das Mehl nach und nach eingerührt. Ein Schneebesen leistet hierbei hilfreiche Dienste. Eier, Salz, Zucker und Öl ebenfalls hinzufügen und wieder gut verrühren. Der Teig darf ein paar Minuten ruhen. Währenddessen wird das Kerngehäuse der Äpfel ausgestochen, die Äpfel weren geschält und in Scheiben geschnitten. Die Apfelscheiben kommen sofort in den Teig: So werden sie nicht braun.
Sollen sie gebacken werden, fischt man die einzelnen Apfelscheiben aus dem Teig und brät sie im heißen Fett aus. Es sollte sich immer genügend Teig rund um die Apfelscheiben befinden, schließlich sollen es Apfelküchla und keine Bratäpfel werden. Ist der Teig oben auf den Apfelscheiben fest, werden sie gewendet und von der anderen Seite ebenfalls gebräunt. Falls eine Meute hungriger Mäuler rund um den Tisch wartet, hilft es, wenn mit zwei Pfannen gleichzeitig auf dem Herd hantiert wird.

Äpfel vorbereiten

Äpfel vorbereiten

Apfelkräpflateig

Apfelkräpflateig

Apfelkräpfla im Teig

Apfelscheiben im Teig

Apfelscheiben aus dem Teig holen

Apfelscheiben mit Teig in die Pfanne geben

Apfelkräpfla wenden

Apfelkräpfla wenden

Rezeptanleitung: Zum Herunterladen bitte anklicken.
Fränkische Apfelkräpfla pdf Rezeptanleitung

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  3. Ich sehe schon, das wird kein Gourmet-Blog für tierproduktfrei Speisende. Solche stoßen hier nur zufällig auf, wenn sie beispielsweise auch Franken sind.
    Grüße von 10 Beinen in den obefränkischen Süden
    + an die Sylvia vom Sitzsackmenschen. 😉

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